Presseberichte

  • Erntedank 2017
  • Reiche Ernte - magerer Ertrag
  • Infostand HRT 2017

Erntedank 2017 bietet Anlass für gesellschaftliche Reflexion über die heutige Landwirtschaft

Erntedank

Gemeinsame Erklärung von KLB, EDL, dlv und DBV zu Erntedank 2017

„Statt einfacher Wahrheiten brauchen wir tiefer gehende Diskussionen, wie die Landwirtschaft in Zukunft nachhaltig, wettbewerbs- und leistungsfähig sein kann“. Dies heben in einer gemeinsamen Erklärung zum Erntedankfest am Sonntag 1. Oktober 2017 die ländlichen Organisationen beider christlicher Kirchen – die Katholische Landvolkbewegung (KLB) und der Evangelische Dienst auf dem Lande (EDL) – mit dem Deutschen LandFrauenverband (dlv) und dem Deutschen Bauernverband (DBV) hervor. [...]

 

Hier die gemeinsame Erklärung zum Erntdank.

Sendung Eckpunkte beschäftigt sich mit Thema Zukunft der Landwirtschaft - 21. März 2016

Interview

Knochenharte Arbeit, hohe Investitionen in Fuhrpark und Technik, geringes Einkommen, Erzeugerpreise im Keller, dazu Schlagzeilen wie „Glyphosat im Fleisch“ oder „Massentierhaltung in der Agrarfabrik“: Landwirte haben es derzeit nicht leicht. Folge ist ein massives Höfe-Sterben. Um die Zukunft der Landwirtschaft geht es in der aktuellen Ausgabe der Fernsehreihe „Eckpunkte“ bei OK54 Bürgerrundfunk. Gäste der Sendung „Reiche Ernte – magerer Ertrag?“ sind Niko Billen, Landwirt in Kaschenbach, und Harald Klein von der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Trier.

Hier der Bericht vom Pressedienst des Bistums

sowie das Interview selbst bei You-Tube.

Sonntag, 30.4.2017 Heilig Rock Tage in Trier - Unser Infostand vor dem Dom / „Schöpfung bewahren – Lebensmittel WERTschätzen“

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen,
werfen wir weg...

Was kann ich als Verbraucher dazu beitragen, achtsamer mit unseren "WERTvollen Mitteln zum Leben" umzugehen?


 

„Schöpfung bewahren – Lebensmittel WERTschätzen“

 

Pressebericht

Katholische Landvolkbewegung fordert Respekt

Trier – Rindfleisch aus Argentinien – muss das sein? „Wir können aus der Eifel gutes Rindfleisch von heimischen Bauern beziehen und die Landwirte hier achten auf das Tierwohl“, hat der Geschäftsführer und Diözesanreferent der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Harald Klein bei einer Diskussion zum Thema „Schöpfung bewahren – Lebensmittel WERTschätzen“ während der Heilig-Rock-Tage in Trier erklärt.

Viele Verbraucher hätten den Bezug zu Lebensmitteln verloren, bedauerte Landwirt Niko Billen aus Kaschenbach (Eifel). „Gerne lade ich Interessierte zu mir auf den Hof ein. Ich habe nichts zu verbergen.“ Zudem rate er jedem einmal den Test zu machen: „Kaufen Sie ein Stück Fleisch beim Discounter und bei einem Metzger – Sie werden den Unterschied schmecken. Bei den großen Ketten gibt es nur vakuumierten Einheitsbrei.“ Doch nicht nur die Verbraucher wären am Zug, sondern auch die Politik: „Wir müssen als Familie von meiner Arbeit leben können, aber das geht momentan nicht.“

Die KLB setze hier an, erläuterte die Bundesvorsitzende Nicole Podlinksi. „Wir widmen uns den Problemen des Berufsstandes. Dies geschieht auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Doch dabei verlieren wir nie unseren Glauben aus dem Blick. Die christliche Soziallehre steht bei uns im Mittelpunkt.“ So werde das Verhältnis zwischen Kirche und Landwirtschaft erörtert oder in den mehr als 1000 bundesweiten Bildungsveranstaltungen aufgegriffen. „Wir sind die Stimme der Landbevölkerung, nicht nur die der Landwirte. Uns ist es wichtig, dass die ländlichen Räume nicht abgehängt werden.“

Die Bundesvorsitzende fasste zusammen: „Wir müssen Respekt vor der Schöpfung, der Arbeit der Landwirte und den Menschen haben, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen.“

Weitere Informationen auf www.klb-trier.de oder unter Tel.: 0651-9484-125.

  • Wertschätzung gegen Wettbewerb
  • Wertvoll - Unsere Landwirtschaft / 2018

oder Wertschätzung braucht Wertschöpfung

Alle sind sich einig, wir wollen unsere Lebensmittel besser wertschätzen. Wegwerfen von Lebensmitteln ist out, wir wollen nicht für die Tonne produzieren. Fleischverbrauch soll reduziert werden und Tierwohl sollen besser gehalten werden. Natürlich darf Wasser nicht nitratverseucht, die Bodenfruchtbarkeit erhalten sein und klimafreundliche Produktion ist Pflicht. Lebensmittelproduktion soll selbstverständlich wettbewerbsfähig sein und keine Subventionen kosten. Ach ja, und bitte keine Exporte die schwache Märkte in Entwicklungsländern zerstören.

Gleichzeitig fordern viele Verbraucher billige Lebensmittel, weil das Leben schließlich ansonsten schon teuer genug ist. Wie soll man sich sonst das Leben leisten können.

Die Landwirte sollen selbstverständlich die Auflagen alle erfüllen, denn schließlich bekommen sie ja öffentliches Geld für öffentlichen Nutzen.

Wieso können wir die Lebensmittel nicht wertschätzen?

Man braucht eigentlich nicht mehr, als die obige Aufzählung um über die offensichtlichen Zielkonflikte zu stolpern. Es geht nicht alles gleichzeitig wenn immer weniger bezahlt wird. Weniger als ein Viertel des Lebensmittelpreises kommt heute im Schnitt beim Landwirt an. Wer eine nachhaltige Produktion will muss für diese Prozessqualität zahlen. Aber im Regal entscheidet oftmals der Preis des Produktes und nicht der Herstellungsprozess. Da liegt ein Hähnchen aus Freilandhaltung, ökologisch gefüttert, neben dem Hähnchen aus Intensivtierhaltung mit Soja aus Brasilien gefüttert. Beide erfüllen den Zweck und haben gleich viel Protein, Fett usw. Die Kennzeichnung des Herstellungsprozesses ist nicht verpflichtend und wie soll ein Verbraucher entscheiden können. Die unübersichtliche und teils fehlende Kennzeichnung, zum Beispiel für das Tierwohl, ist das erste Hindernis hin zu einer sinnvollen Wertschätzung.

Aktionen, Supersamstag, alles für die Hälfte

Der zweite Grund für mangelnde Wertschätzung liegt in den unablässigen Angeboten des Handels. Aber warum sind diese problematisch? Der Handel braucht die Lockangebote, Kunden kommen wegen des Angebots und kaufen alles Weitere gleich mit, das lohnt sich für die Händler. Die meisten Verbraucher finden die Angebote eigentlich auch ganz in Ordnung, schließlich kann man ja dabei viel Geld sparen was soll denn daran falsch sein?

Auf diese Weise werden Lebensmittel oft auf Ramschniveau gedrückt und viele Verbraucher kennen den wirklichen Preis der Produkte kaum. Wenn Lebensmittel aber kaum etwas kosten, kann man sie auch wegwerfen, oder kauft schon mal zu viel ein. Es hat ja nichts gekostet. Und so wird zuviel gekauft, weggeworfen oder auch zu viel gegessen, was vielleicht nicht passieren würde, wenn alles ein wenig teurer wäre.

Der Bauernverband führte im Jahr 2016 eine Kampagne durch, bei der Lebensmitteln der Aufkleber „Ich bin mehr wert“ aufgeklebt wurde. Damals betonte der Bauernpräsident „Wertschätzung braucht Wertschöpfung“. Aber was ist eigentlich das Problem, warum klappt das nicht? Und warum kommt beim Bauern immer weniger an, so dass zahlreiche Betriebe um ihre Existenz bangen müssen.

Die Erzeugerpreise bei Schweinefleisch, Milch oder Getreide sind seit Ende 2013 stetig gesunken und haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das kaum mehr eine wirtschaftliche Perspektive zulässt. So sagte der Bauernpräsident Rukwied „Schleuderpreise zerstören die Strukturen unserer mittelständischen heimischen Landwirtschaft und konterkarieren alle Anstrengungen, Qualität  in der Lebensmittelerzeugung zu verbessern oder mehr Tierwohl zu erreichen. Auch die Leistungen der Landwirtschaft im Umweltschutz werden in Frage gestellt“. Er betonte zudem:„Um die Situation zu ändern, sind wettbewerbs- und kartellrechtliche Instrumente zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen in der Lebensmittelkette nachzuschärfen“

Die Krux mit dem Einstandspreis

Eigentlich dürfte der Handel, bis auf wenige Ausnahmen nicht unter Einstandspreis verkaufen, aber diese gesetzliche Vorgabe wird unentwegt umgangen. Das Kartellamt hätte eine Amtsermittlungspflicht, aber kontrolliert kaum. Warum?

Nun, zunächst einmal ist das mit dem Einstandspreis kompliziert. Der ist nämlich nicht der Herstellungspreis der Lebensmittel beim Bauern. Sondern der Einstandspreis für die Lebensmittelhändler ergibt sich aus der Wertschöpfung in der Verarbeitungskette. Schlachtunternehmen, Wursthersteller, Molkereien, Bäcker, Hersteller von Lebensmitteln, Verpackungsbetriebe, Spediteure, die ihrerseits mit dem Lebensmitteleinzelhandel verhandeln, preisen ihre Leistungen in das Produkt ein. Am Ende müsste ein Lebensmittel also teurer sein, als der Erzeugerpreis beim Landwirt. Und doch kommen bei den Angeboten manchmal Preise zustande, die darunterliegen. Besonders schwierig scheint der Nachweis, dass der Händler nicht doch günstig die Ware erhalten hat. Der Lebensmitteleinzelhändler könnte ja ein spezielles Angebot erhalten haben, oder ein Spediteur ist billiger gefahren, oder die Molkerei hatte plötzlich mehr billige Milch und, und, und.....Das Kartellamt bräuchte hunderte von neuen Mitarbeitern.

Und noch viel mehr Hindernisse: „keine überlegene Marktmacht“

Außerdem sieht das Kartellamt seine erste Verpflichtung gegenüber dem Verbraucher und nicht dem Landwirt. Und für den Verbraucher verbilligt sich die Ware bei Angeboten.

Die Amtsermittlungspflicht beim Kartellamt scheitert bereits am Anfang der Überprüfungskette. Denn das Kartellamt prüft, in der Reihenfolge nacheinander, vier Voraussetzungen: 1.) Überlegene Marktmacht, 2.)Nicht nur gelegentlich, 3.)Unter-Einstandspreis,
4.)Keine sachliche Rechtfertigung.

Das Merkmal der „überlegenen Marktmacht“ liegt aber gar nicht vor, weil die 5 großen Lebensmittelhändler untereinander eine harte Konkurrenz haben und schon ist eine begonnene Überprüfung zu Ende.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum es politisch schwierig ist, ein sehr hartes Vorgehen zu fordern und das sind die Erzeugnisse und ihre natürliche Haltbarkeit selbst. Stellen Sie sich einen Wochenmarkt vor, bei dem am Ende des Tages die verderblichen Lebensmittel preiswert abverkauft werden. Diese Möglichkeit muss mit schnell verderblichen Waren auch bleiben, weil sie sonst vernichtet werden müssten. Eine zu harte Regelung, könnte also unsere Direktvermarkter selbst treffen.

Trotzdem forderte die KLB am Ende einer langen Diskussion ein generelles Verbot zum Verkauf von Lebensmitteln unter Einstandspreis, die Überprüfung des bestehenden Verbotes sowie entsprechende Sanktionen bei Missachtung. Denn nur wenn Lebensmittel Wertschätzung und Landwirte Wertschöpfung erfahren, können sie klimafreundlich, umweltfreundlich und tierwohlgemäß produziert werden. „Nur wenn ein Umdenken vom billigen Lebensmittel hin zum wertvollen Gut erfolgt, für das wir bereit sind einen fairen Preis zu bezahlen, dann wird sich langfristig etwas verändern.“

Verfasst von KLB-Bundesvorsitzende Nicole Podlinski, 05.11.2017

...hier nochmals als PDF zum Ausdrucken

Pressebericht von unserer Agrartagung am Sonntag, 25.02.2018

Kirche und Landwirtschaft im Dialog

Generalvikar diskutiert mit Landwirten auf Tagung der KLB

Trier – „Letztlich entscheidet der Verbraucher über faire Preise und damit auch die Zukunft landwirtschaftlicher Betriebe in unserer Region. Aber wir als Kirche können uns bemühen, Einfluss auf die Entscheidung der Verbraucher zu nehmen und können mit gutem Beispiel vorangehen“ – das hat Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier, auf einer Agrartagung in Mertesdorf am 25. Februar gesagt. Rund 40 Bauern und Winzer waren der Einladung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) zur Tagung mit dem Thema „Kirche und Landwirtschaft“ gefolgt. Von Plettenberg als Verwaltungschef des Bistums diskutierte mit Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Moderator Klaus Greichgauer und dem Publikum über gemeinsame Anknüpfungspunkte aber auch über strittige Themen.
Die immer schwierigere Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe waren ein wichtiges Thema für die Teilnehmer. Das Klischeebild vom Idyll des Dorfs mit prosperierenden Bauernhöfen und einer vollen Kirche am Sonntag sei heute überholt, waren sich die Gäste einig. Sowohl die Landwirtschaft als auch die Kirchen seien von „Nachwuchssorgen“ geplagt. „Auch bei uns gehen die Priesterzahlen zurück. Von daher verbindet uns sicher, dass jemand, der den Beruf Seelsorger oder Landwirt ergreift, einen gewissen Idealismus mitbringen muss“, sagte von Plettenberg. Bauernverbandspräsident Horper bestätigte das: „Viele Landwirte haben Probleme, Nachfolger zu finden und dieser Trend wird so weitergehen, wenn Wirtschaft und Industrie einfachere und lukrativere Einkommensmöglichkeiten bieten.“ Dass die Kirche die Sorgen und Nöte der Landwirte ernst nehme, zeige sich an besonderen Seelsorgeangeboten wie der „landwirtschaftlichen Familienberatung“, sagte der Generalvikar. Deren Koordinator, Harald Klein, stellte das Projekt am Rande der Tagung vor. Fünf ehrenamtliche Berater seien im ganzen Bistum unterwegs, um Bauern und Winzern in Krisensituationen beizustehen. Einer der Berater berichtete, der Druck auf die Bauern steige immer mehr, es gebe nur noch für 30 Prozent der Betriebe Nachfolger, die Tierhaltung leide unter dem Preisdumping der Einzelhändler. Auch die Kirche sei gefordert, auf die Isolation vieler Bauern zu schauen, wenn Entlastung und Anbindung an die Gesellschaft fehlten.
Von Plettenberg unterstrich, dass vor allem der Konsument in der Pflicht sei, die Kirche nicht ausgenommen. „Wir sollten versuchen, vorbildlich zu handeln und zum Beispiel regionale Produkte für unsere Pfarrfeste und Veranstaltungen kaufen. Und wir sollten es nicht als selbstverständlich hinnehmen, was auf den Teller kommt, sondern dankbar für die Produkte sein.“ Die Tagungsteilnehmer monierten, dass den Verbrauchern heute oft die grundlegenden Kenntnisse über landwirtschaftliche Produktionsweisen oder die Produkte fehlten, etwa wann Gemüse und Obst Saison haben. Es sei wichtig, schon Kindern in Kitas und Schulen dieses Wissen nahezubringen, forderte Walter Clüsserath, Vorsitzender des Kreisbauernverbands. „Unsere große Bitte ist daher, dass die Kirche in ihren katholischen Kitas Einfluss nimmt und die Kinder an ein oder zwei Tagen im Jahr mal Betriebe vor Ort besichtigen und die Urproduktion kennenlernen.“ Plettenberg sagte, die Leitlinien der Kitas enthielten durchaus Hinweise zur Ökologie, aber er werde diese Ideen einbringen.
Auch strittige Themen wurden auf der Tagung nicht ausgespart. Es sei wichtig, mit gewissen Vorurteilen gegenüber den Landwirten aufzuräumen und den Verbraucher gut zu informieren, erklärte Horper. Die Menschen hätten teilweise idealistische Vorstellungen von der Landwirtschaft, die weit weg von der Realität seien. Auch die Diskussion um Massentierhaltung und konventionelle versus ökologischer Tierhaltung müsse möglichst neutral geführt werden. In der Vergangenheit hatte es Unstimmigkeiten gegeben, weil kirchliche Organisationen wie Misereor sich beispielweise bei Demonstrationen auf der „Grünen Woche“ gegen Praktiken der konventionellen Tierhaltung und gegen Massentierhaltung ausgesprochen hatten. Viele Landwirte hatten das als pauschale Kritik aufgefasst und fühlten sich diskriminiert. „Natürlich kam von uns als Bauernverband damals Gegenwind. Es sind viele Missverständnisse entstanden, die wir aber gemeinsam klären können“, so Horper. Eine junge Tagungsteilnehmerin gab zu bedenken, dass „bio“ nicht unbedingt nachhaltig sein müsse, es sei oftmals besser, auf Regionalität zu achten. Eine andere Teilnehmerin stellte die Frage „wo für den Verbraucher Massentierhaltung anfängt“. Kleinere Betriebe unter 100 Tieren seien heute nicht mehr überlebensfähig und nicht jeder Verbraucher habe das Geld, ökologische Produkte zu kaufen.
Clüsserath sprach indessen auch die Verpachtung von Land durch die Kirchengemeinden an. Wenn die Kirche nur noch an Ökobetriebe verpachte und zu hohe Auflagen mache, könne das regionale Betriebe gefährden, die konventionell arbeiteten. Generalvikar von Plettenberg stellte klar, dass es der Kirche um eine Verantwortung für die Tiere als Mitgeschöpfe gehe. „Es gibt ja da einige Abstufungen, aber ich würde eine klare Grenze setzen bei industrieller Landwirtschaft, bei der das Tier nur noch ausgebeutet wird. Es muss einfach gewisse Grenzen geben, wie auch der Papst in seiner Enzyklika gefordert hat.“ Horper untermauerte, dass entgegen weit verbreiteter Vorurteile auch konventionell wirtschaftende Bauern großen Wert auf Nachhaltigkeit legten. „Der Erhalt der Natur und der Umwelt ist gerade den Landwirten wichtig, es ist ihre Lebensgrundlage. Aber ohne Düngemittel und ohne gewisse Techniken könnten wir heute nicht so viele Menschen ernähren.“
Es sei Ziel der Tagung gewesen, wieder stärker miteinander in Dialog zu treten, sagte Helmut Schilz, Vorsitzender der KLB im Bistum Trier. Das sei gelungen und solle in Zukunft weiter ausgebaut werden. Generalvikar von Plettenberg erklärte, auch der Umsetzungsprozess der Synode wolle den ländlichen Raum speziell in den Fokus nehmen.

(sb) Simone Bastreri, Bischöflicher Pressedienst Trier


Stellungnahmen und Veröffentlichungen

Berichte unserer bisherigen Arbeit finden Sie im Bistums-Nachrichtenarchiv.

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