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Gottes Vielfalt mit allen Sinnen erleben

Personengruppe vor Kapelle
Datum:
25. Juni 2026
Von:
KLB Trier

Unter diesem Motto machte sich die Katholischen Landvolk-Bewegung (KLB) Trier e. V. auf den Weg in die Kalkeifel. Schon in der Frühzeit wurde Kalk aus dem Rohmaterial Dolomit am nördlichen Eifelrand gewonnen und war für die Gerber und Färber in der Region unverzichtbar.

Erstes Ziel für die 30 TeilnehmerInnen war Bad-Münstereifel, mit der historischen Altstadt, umgeben von einer begehbaren Wehrmauer mit mehreren Stadttoren. Das kleine Flüsschen Erft, mit zahlreichen Brücken, verleiht der Stadt mit vielen Fachwerkhäusern einen besonderen Reiz. Die Teilnehmer konnten sich nicht vorstellen, dass dieses beschaulich dahinfließende Gewässer vor 5 Jahren die Altstadt bis 1,90 m unter Wasser setzte. Die romanische Stiftskirche, deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, ist seit dem Hochwasser geschlossen; eine Wiedereröffnung ist derzeit nicht in Sicht.

Nach einer ausführlichen Besichtigung mit vielen Informationen durch Klaus Krämer, Vorstand KLB, ging es weiter nach Mechernich-Wachendorf. Auf einer Anhöhe wird mitten in der Flur ein Turm sichtbar, eine Feldkapelle, dem Friedensstifter Bruder Klaus von Flüe gewidmet. Ein Landwirt, ehemaliger KLB Vorsitzender der Erzdiözese Köln wollte aus Dankbarkeit für ein gutes Leben eine schlichte Feldkapelle errichten. Durch den Kontakt mit dem berühmten Schweizer Architekten Peter Zumthor,– ebenfalls ein Bruder Klaus Verehrer - ist ein vielbeachtetes Bauwerk entstanden: Ein fünfeckiger Turm aus hellem Beton von außen, ein zeltartiger runder Innenraum, durch verkohlte Fichtenstämme geschwärzt, mit einer Öffnung oben zum Himmel. Die Kapelle bietet eine ideale Möglichkeit zum Abschalten vom Alltag, zur Stille und zum Gebet. Die Teilnehmer lauschten den Informationen von Herrn Winter zur Geschichte dieser Kapelle, die in Eigenarbeit und Mithilfe vieler Ehrenamtlicher zum Lob Gottes erbaut wurde. Nach einem kurzen Impuls und gemeinsamen Lied ging es zurück zum Bus, denn die Kapelle ist nur zu Fuß erreichbar.

Das nächste Ziel dieser Eifelfahrt war das Kloster Steinfeld. Die Wurzeln des heutigen Salvatorianer-Kloster gehen bis in das Jahr 920 zurück. Bei einem Rundgang durch Kirche und Kloster erfuhren die TeilnehmerInnen die wechselvolle Geschichte und Bedeutung des Klosters bis in die heutige Zeit. So lebten in der klösterlichen Abgeschiedenheit der Eifel fast acht Jahrhunderte Prämonstratenser-Mönche. Die Säkularisierung und spätere französische Revolution setzten der Abtei ein Ende, bis sie 1923 durch die Salvatorianer wieder belebt wurde. Eine Besonderheit in der frühromanischen Pfeilerbasilika mit dem Grab des Hl. Herman-Josef ist die Orgel, die größte rheinische Barockorgel aus der Zeit um 1600, die bei vielen Konzerten die Zuhörer begeistert Heute erfahren im Hermann-Josef-Kolleg rund 750 Schüler Innen Erziehung und Bildung nach christlichem Welt- und Menschenbild. Dem weitläufigen Klosterareal ist auch ein modernes Gästehaus angeschlossen, in dem sich verschiedene Bildungs- Spirituelle- und Kulturelle-Angebote mit Erholung kombinieren lassen.

Nach so viel Schauen und Hören war eine Kaffeepause im Refektorium des Kreuzganges angesagt, bevor sich die Gruppe nach einem erlebnisreichen und informativen Tag wieder auf den Heimweg Richtung Bitburg und Trier machte.

Fotos der Exkursion

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